Unsere Dienstleistungen im Überblick

Parasitologische Untersuchungen

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Ein Parasitenbefall (Innenparasiten) kann bei Tieren anhand der Untersuchung des Kotes nachgewiesen werden. Diese Untersuchung umfasst bei allen Tieren den Nachweis der meisten Würmer und Einzeller (ausgenommen Kryptosporidien, siehe IFT).

Routinemäßig sollte diese Untersuchung beispielsweise bei Reptilien und Amphibien bei Neuzugängen während der Quarantäne sowie vor Vergesellschaftung (z.B. zur Paarung) durchgeführt werden. Achtung: Eine einmalige parasitologische Untersuchung kann nicht mit Sicherheit das Bestehen einer Parasitose ausschließen, da viele Parasiten intermittierend (unregelmäßig) ausgeschieden werden. Daher sollte nach Möglichkeit eine Sammelprobe eingeschickt oder mehrere Einzelproben untersucht werden.

Zeigt das Tier Anzeichen einer Darmerkrankung (Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Fressunlust, Apathie) empfiehlt es sich, diese einfache und preisgünstige Untersuchung als erstes Verfahren zu nutzen, da ein Großteil der infektiösen Erkrankungen durch Parasiten verursacht wird. Auch augenscheinlich gesunde Tiere können Parasiten in sich tragen, sodass regelmäßige Untersuchungen sinnvoll sind.

Parasitologische Untersuchungen („Wurmnachweise“) können bei uns beispielsweise bei folgenden Tieren durchgeführt werden:

  • Reptilien: Schildkröten, Agamen, Leguane, Schlangen, Geckos
  • Vögel: Ziervögel (Papageien, Sittiche), Nutzgeflügel (Hühner, Gänse), Wildvögel
  • Nutzfische/Zierfische
  • Zoo- und Nutztiere: Lamas, Alpakas, Kamele, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen
  • Haustiere: Katzen, Hunden, Kaninchen, Meerschweinchen, Degus, Mäuse, Weißbachigel
  • Wildtiere: z.B. Füchse, Igel, Damwild, uvm.
  • Falls Sie sich unsicher sind, ob die Probe Ihres Tieres untersucht werden kann, wenden Sie sich bitte telefonisch (+49 6421 8842684) oder per Mail an uns.

 

Eine der am häufigsten gestellten Fragen, ist, welche parasitären Stadien bei der Routineuntersuchung erkannt werden:
Wir untersuchen die Kotproben Ihrer Tiere auf Parasitenbefall (u.a. Magen-Darm-Würmer, Bandwürmer, Spulwürmer, Giardien, andere Einzeller). So haben Sie die Sicherheit, dass ihr Tier an keiner Parasitose leidet oder können, bei einem positiven Befund, mit Hilfe Ihres/Ihrer Tierartzes/Tierärztin eine gezielte Therapie einleiten.

Zur Erhaltung der Gesundheit ihres Tieres, aber auch zum Schutz Ihrer Familie vor Zoonosen (beispielsweise Giardien) ist es unerlässlich, Ihre Haustiere regelmäßig auf Parasitenbefall untersuchen zu lassen. „Prophylaktische Entwurmungen“ lehnen wir entschieden ab. Aus dieser Praxis resultieren unnötige Medikamentengaben und teilweise auch Resistenzen gegen Antihelmintika (Entwurmungen/Wurmmittel).

Zu beachten ist jedoch, dass die Untersuchung einer Kotprobe bei uns nicht den Besuch beim Tierarzt ersetzen kann. Mit unserem Befund und dem damit verbundenen Behandlungsvorschlag kann ihr Tierarzt jedoch entscheiden, ob ihr Tier eine Entwurmung oder Parasitenbehandlung benötigt und welches Medikament für eine gezielte Behandlung am besten geeignet ist.

Als Untersuchungsmaterial sind neben Kot bei Reptilien u.U. auch geeignet:

  • Urin (nur der flüssige Teil: Einzeller, z.B. Hexamiten bei Schildkröten, einige Kokzidien)
  • Blut/ Blutaustriche (Blutparasiten z.B. Mikrofilarien, Trypanosomen,Haemogregarinen)
  • Lungenspülproben (Lungenwürmer, Einzeller, Pentastomiden)
  • Magenspülproben (Kryptosporidien, Würmer)
  • ausgewürgte Futtertiere (Cryptosporidium)
  • komplette Ektoparasiten (z.B. Zecken, Milben, ausgeschiedene Endoparasiten in Wasser oder Ethanol)

 

Immunofluoreszenttest (IFT)

Für den Nachweis von Kryptosporidien ist dieses Verfahren besonders geeignet. Bei Reptilien kommt diese Parasitose relativ häufig bei Leopardgeckos und Schlangen vor, aber auch andere Reptilien sowie Säugetiere (Kälber, Katzen, Hunde) können an diesen Parasiten dramatisch erkranken. Der IFT funktioniert folgendermaßen: Ein markierter Antikörper bindet spezifisch (Schlüssel-Schloss-Prinzip) an das gesuchte Antigen (z.B. Kryptosporidien- Oozysten, Giardien- Zysten usw.).

Nach einer Inkubationszeit werden die nicht-gebundenen Antikörper abgewaschen und bei positivem Befund leuchtet die Markierung des gebundenen Antikörpers unter den Fluoreszenzmikroskop auf. Der Vorteil gegenüber anderen Methoden liegt in der Möglichkeit begründet, auch die Morphologie des potenziellen Antigens beurteilen zu können. Dieses Verfahren hat eine sehr hohe Sensitivität (Fähigkeit zum Erregernachweis) und Spezifität (reagiert nur auf die nachzuweisenden Parasitenarten).

Kryptosporidien können auch mit anderen Verfahren/Nachweismethoden als dem IFT nachgewiesen werden, beispielweise über die kostengünstige Karbolfuchsin-Färbung nach Heine. Hier heben sich die Kryptosporidien-Oozysten farblich vom rosa-roten Hintergrund ab und erscheinen optisch leer bzw. leuchten auf. Außerdem stehen für Kryptosporidien-Infektionen auch noch eine PCR sowie ein ELISA zur Verfügung. Zur sicheren Identifikation bieten wir auch ein sogenanntes Kryptosporidien-Profil an.

Mikrobiologische Untersuchungen

Eine mikrobiologische Untersuchung dient zum Nachweis von Bakterien und Pilzen. Zum einen sind mikrobiologische Untersuchungen sinnvoll bei Verletzungen oder Läsionen, zum anderen bei Verdacht auf bakterielle Erkrankungen.

Probennahme

Hierzu verwendet man sterile Tupfer (BU-Tupfer mit Transportmedium, z.B. AIMES-Medium). Die Abstriche müssen steril entnommen werden, um eine Kontamination mit Umweltkeimen zu vermeiden. Abstrichbestecke sind von TierärztInnen, aus Apotheken oder von uns zu beziehen.
Außerdem gibt es speziell für Amphibien ein entsprechendes Kit in unserem ShopBitte beachten Sie, dass eine mikrobiologische Untersuchung aus Kotproben nicht immer sinnvoll ist.

Als Untersuchungsmaterial sind geeignet:

  • Abstriche aus Kloakenregion, Maul, Trachea, Wunden usw.
  • Lungenspülproben (z.B. bei Verdacht auf Lungenentzündung)
  • Blutproben (bei Verdacht auf Sepsis)
  • Hautabstriche

Sektionen / Pathologie

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Neben Parasitologie und Mikrobiologie und Molekulargenetik (PCR) bieten wir ebenso pathologische Untersuchungen von verstorbenen Tieren (Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel) an. Hierzu werden Tierkörper oder Tierkörperteile untersucht (Sektion/Obduktion), um die Krankheits- oder Todesursache zu ermitteln. Es kann sich um verstorbene oder getötete/euthanasierte Tiere handeln. Eine Sektion dient dem Ausschluss oder Nachweis ansteckenden Krankheiten.

Warum ein Tier sezieren lassen?

Für Tierärzte, aber auch für Privathalter kann eine Untersuchung Klarheit bringen, v.a. wenn bei diesen Tieren zu Lebzeiten keine eindeutigen Krankheitssymptome feststellbar waren. Auch bei plötzlichem Versterben kann eine Obduktion sinnvoll sein.
Sektionen dienen der Prophylaxe und dem Tierwohl:

  • Ausschluss von Erkrankungen, die auf den Menschen übertragbar sind (sog. Zoonosen)
  • bei Untersuchungen im Rahmen der Versuchstierhaltung
  • bei Aufklärung in Fragen des Tierschutzes
  • bei Verdacht auf Umweltrisiken
  • bei Verdacht auf Infektiöse Erkrankungen (Parasiten, Viren, Pilze)

 

Hier stehen wir Privatpersonen (TierhalterInnen, TierbesitzerInnen, ZüchterInnen) und TierärztInnen gleichermaßen zur Verfügung.

Bei der Sektion (auch Obduktion) werden die Tierkörper eröffnet und die einzelnen Organe beurteilt. Danach werden Organproben für die histologische Untersuchung (Gewebeschnitte) entnommen. An diesen extrem dünnen Gewebedünnschnitten werden durch Mikroskopie krankhafte, also pathologische, Zell- und Gewebeveränderungen festgestellt. Bestimmte Krankheitserreger, beispielsweise Würmer, lassen sich schon makroskopisch (mit bloßem Auge) oder mikroskopisch darstellen. Außerdem werden Organproben für weiterführende Untersuchungen auf Bakterien, Pilze, Parasiten und ggf. andere Erreger oder Krankheiten entnommen und untersucht. Der Umfang dieser weiterführenden Untersuchungen wird anhand der Sektionsbefunde und den Angaben im Vorbericht festgelegt.

Neben der Sektion ganzer Tierkörper werden auch Gewebeproben, die z.B. bei einer Biopsie oder während einer Operation entnommen wurden, oder vom Tierarzt angefertigte Ausstriche (v.a. Blut) zytologisch/histologisch von uns untersucht.

Untersuchungsmaterial

Als Untersuchungsmaterial zur Obduktion (Bestimmung der Todesursache) eignen sich:

  • ganze Tierkörper, gekühlt (bei Tieren < 6 cm Gesamtkörperlänge (z.B. Dendrobaten) bitte Tierkörper in Formalin fixieren)
  • einzelne Organe, fixiert in Formalin (gepuffert, maximal 7%) oder in Ausnahmefällen Alkohol (Ethanol 70%). Isopropanol ist ungeeignet!

Probenvesand

Bitte die Tierkörper auslaufsicher und gekühlt an uns versenden; bitte nicht einfrieren (Eiskristalle zerstören die Organstruktur). Leider kann eine weit vorangeschrittene Verwesung eine präzise Diagnose unmöglich machen. In der Regel sind neben der pathologisch-anatomischen Untersuchung ebenso Gewebeschnitte (Histologie) erforderlich, die mikroskopisch ausgewertet werden müssen.

Sektionsbefund / Befundübermittlung

Liegen alle Erkenntnisse nach Abschluss aller Untersuchungen vor, wird ein Sektionsbefund erstellt, mit dem Einsender frühestmöglich informiert wird (in der Regel 5-7 Werktage). Im Endbefund werden alle Ergebnisse dargestellt und in einem Resümeé interpretiert, sodass weitere Schritte im Sinne einer Krankheitsprophylaxe eingeleitet werden können.

exomed - Dein Reptilienlabor

exomed ist das in der „Reptilienszene“ bekannteste Reptilienlabor in Deutschland. Seit 2000 untersuchen wir in unserem Labor Reptilienproben auf Krankheitserreger und führen postmortale Diagnostik bei verstorbenen Reptilien und Amphibien durch. Nicht nur für TierärztInnen und zoologische Gärten, sondern auch für PrivateinsenderInnen sind wir mittlerweile eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um die Feststellung von Krankheitserregern geht und natürlich auch um die Beratung zur anschließenden Therapie/Prophylaxe.

Es gibt kaum eine Reptilienspezies, von der nicht schon eine Probe/Laborprobe bei uns untersucht wurde: Von Meeresschildkröten über die klassischen europäischen Landschildkröten (Testudo hermanniTestudo horsfieldiiTestudo marginataTestudo graeca), Geckos (Leopardgecko, Tokeh, Taggecko, Krallengeckos, etc.), Schlangen (Königspython, Netzpython, Blutpython, Kornnatter, etc.) und Waranen, Krokodilen, Krustenechsen und so weiter und so fort.

Nicht umsonst konnten wir in den letzten Jahren dafür sorgen, dass auch der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn der Reptilienmedizin stätig zuwächst. Und daran arbeiten wir stehts weiter fort!

Alle möglichen Proben werden von uns mit viel Erfahrung untersucht und so schnell wie möglich befundet!

Wichtige Untersuchungen bei Reptilien, die wir bei exomed durchführen:

  • Parasitologische Untersuchung bei Kotproben von Reptilien (Echse, Schildkröte, Schlange) auf Einzeller, Würmer, etc.
  • Kryptosporidien-Nachweise (Cryptosporidium spp.) mit allen verfügbaren Labortests (PCR, Karbolfuchsinfärbung, ELISA, IFAT/IFT), auch spezielle Kryptosporidien-Profile
  • Mikrobiologie (Differenzierung von Keimen/Pilzen) bei Reptilien, z.B. bei Wunden
  • Nachweise von viralen Infektionen/Viren (Nidovirus, Arenavirus, Herpesvirus, Picornavirus, etc.) bei Schlangen, Echsen und Schildkröten
  • Obduktionen/Sektionen bei Reptilien (Schlangen, Echsen, Schildkröten)
  • Blutuntersuchungen (Klinische Chemie/Differentialblutbilder)

 

exomed ist also dein Fullservice Reptilienlabor. Das Reptil und der Kunde/die Kundin steht bei uns an erster Stelle. Deshalb bearbeiten wir alle bei uns eingehenden Proben zeitnah, akkurat und stets äußerst gewissenhaft. Weiterhin stehen wir nach der Befundung mit Rat und Tat zur Seite, um unserem Ruf als Reptilienlabor/Exotenlabor gerecht zu werden. Unser Personal steht Ihnen zur persönlichen Beratung zu unseren Befunden stets telefonisch zur Seite.

Wir sind stehts bemüht, den Spagat zwischen hochwertiger, genauer und schneller Labordiagnostik und adäquaten, nicht zu hohen Kosten für tiermedizinische Leistungen im Laborbereich/der Labordiagnostik zu bewältigen: Somit wollen wir allen Einsendern/Einsenderinnen Labordiagnostik auf höchstem Niveau zu einem fairen Preis anbieten. Deshalb finden sich alle unsere Preise bzw. alle Kosten für Laboruntersuchungen (Kotprobe, Kryptosporidien-Nachweis, Keimdifferenzierung) in unserem Einsendeschein transparent gelistet. So wollen wir unserem Ruf als faires, kundenfreundliches Reptilienlabor gerecht werden und wachsen so stetig weiter!