Die wichtigsten Endoparasiten von Igeln

Passend zur Jahreszeit wollen wir eine √úbersicht √ľber die h√§ufigsten Endoparasiten (innere Parasiten) von Igeln verschaffen: Diese befallen vor allem den Magen-Darm-Trakt der Tiere, aber teilweise auch die Atemwege. In Deutschland kennen wir zwei Igelarten, von denen der europaweit verbreitete Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) der h√§ufigere ist. Der Wei√übrustigel (Erinaceus roumanicus) kommt nur in wenigen Randgebieten Ostdeutschlands vor, ist jedoch mittlerweile auch ein beliebtes ‚Äěexotisches‚Äú Haustier.

Zur √úberwinterung d√ľrfen die gesch√ľtzten Tiere in menschliche Obhut genommen werden, wenn insbesondere kranke, schwache Jungtiere gefunden werden. Diese Igel m√ľssen veterin√§rmedizinisch versorgt werden, wobei ein Parasiten-Befall in der Regel diagnostiziert wird und behandelt werden muss.

Protozoen-Infektionen von Igeln:

Wie viele andere Tiere können sich Igel mit verschiedenen einzelligen Parasiten (Protozoen) infizieren. Den dabei häufigsten Befall stellen Kokzidien da, von denen zwei Isospora-Arten dar, die zum Stamm der sogenannten Apicomplexa gehören, besonders relevant sind:

Isospora erinacei ist die größere, ovale, aber seltener nachgewiesene Isospora-Art, während die kleineren, runden Isospora rastagaievae deutlich häufiger gefunden werden.

Die Infektion der Igel mit beiden Isospora-Arten erfolgt durch die Aufnahme von sporulierten Oozysten (Eiern) der Protozoen aus der Umwelt. Diese Oozysten wurden zuvor unsporuliert von anderen Igeln √ľber den Kot in die Umwelt ausgeschieden. Die Sporulation (Reifung bis zum infekti√∂sen Stadium) in der Umwelt nimmt 1-2 Tage in Anspruch. Die Ansteckung kann daraufhin √ľber das Maul beispielsweise √ľber die Aufnahme kontaminierter Nahrung im Gehege oder bei der Fellpflege erfolgen.

Im Verlauf des Magen-Darm-Traktes der Igel entwickeln sich aus den sporulierten Oozysten weitere Stadien der Isospora-Arten. Diese Entwicklung sch√§digt vor allem im D√ľnndarm die Epithelzellen, woraufhin vor allem Symptome wie Durchfall und Abmagerung auftreten k√∂nnen. Hochgradige Infektionen k√∂nnen zu blutiger Darmentz√ľndung (h√§morrhagische Enteritis), Austrocknung auf Grund des Fl√ľssigkeitsverlustes (Exsikkose) und Mattigkeit f√ľhren. Es werden sogar L√§hmungen der Hintergliedma√üen beschrieben. Betroffen sind hierbei vor allem Jungtiere, deren Allgemeinbefinden sich in der Regel auch stark verschlechtert darstellt. Unbehandelt endet eine hochgradige Infektion oft t√∂dlich.

Die Diagnose beider Kokzidien-Arten lässt sich durch die Untersuchung einer Kotprobe stellen. Man bedient sich auch hier der Methode des Flotationsverfahrens, bei massivem Befall lassen sich die Oozysten oft schon im Nativausstrich nachweisen.

Die Behandlung der befallenen Igel gegen Isospora-Arten kann mit verschiedenen Wirkstoffen erfolgen:

  1. Toltrazuril: wirkt gegen Isospora und Kokzidien, Anwendung als 5%-ige Suspension √ľber das Futter. Die Ausscheidung der Oozyzsten sistiert in der Regel am 3. Tag nach Toltrazuril-Gabe.
  2. Sulfadoxin: ein Antibiotikum aus der Gruppe der Sulfonamide, Gabe √ľber das Maul, Sulfonamide werden 5 Tage gegeben, 5 Tage pausiert, dann erneut 5 Tage gegeben.
  3. Trimethoprim: gut mit Sulfonamid-Antibiotika zu kombinieren, wird 3x im 48h Abstand gegeben
    Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung sollte täglich der Kot entfernt, die Einstreu täglich gewechselt und alle drei Tage das Gehege generell saniert werden. Somit soll verhindert werden, dass weiterhin Oozysten das infektiöse (sporulierte) Stadium erreichen und die Tiere erneut infizieren.

Infektion mit weiteren Protozoen:

Igel werden, wenn auch etwas seltener, mit anderen Erregern der ‚ÄěApicomplexa‚Äú infiziert. Dazu geh√∂ren vor allem die Kryptosporidien. Ihre Oozysten, oder ihr Koproantigen werden regelm√§√üig in Kotuntersuchungen nachgewiesen. Betroffen sind vor allem die Jungtiere, die geschw√§cht gefunden und aufgenommen werden. Dabei stellen sie auch eine potentielle Ansteckungsquelle f√ľr den Menschen dar, die den Igel √ľber den Winter in ihrer Obhut halten und engen Kontakt zu dem infizierten Tier haben. Eine Infektion des Menschen mit Kryptosporidien vom Igel spielt laut einer Studie von 2009 keine gro√üe Rolle, sollte allerdings im Falle einer nachgewiesenen Infektion behandelt werden, da hier genaue Daten noch fehlen.

Weitere Protozoen, die gelegentlich in Kotproben von Igeln nachgewiesen werden sind Giardien, die zum Stamm der Metamonada gehören.

Zur Bek√§mpfung nach einer nachgewiesenen Infektion mit Kryptosporidien oder Giardien kann man den Wirkstoff Metronidazol √ľber das Maul an 5 aufeinanderfolgenden Tagen anwenden.

Wurminfektionen vom Igel:

Bei der parasitologischen Untersuchung von Igeln werden h√§ufig verschiedene Stadien von W√ľrmern im Kot nachgewiesen. Hierzu z√§hlen die Saugw√ľrmer (Trematoden), Bandw√ľrmer (Zestoden) und verschiedene Rundw√ľrmer (Nematoden)

Infektionen mit Saugw√ľrmern (Trematoden) bei Igeln:

Die größte Bedeutung spielt die Infektion mit Brachylaemus erinacei, die sich als etwa 4mm kleine, lanzettförmige Trematoden mit stacheliger, brauner Körperoberfläche darstellen. Die Prävalenz (Risiko einer Ansteckung) variiert in Deutschland, aber auch Europa, je nach Region.

Die Saugw√ľrmer besiedeln den D√ľnndarm und bei starkem Befall auch die Galleng√§nge und den Blinddarm der Igel. Dabei scheiden sie Eier in den Darmkanal aus, die √ľber den Kot der Igel in die Umwelt ausgeschieden werden. In den Eiern sind bereits sogenannte Wimpernlarven (sog. Mirazidien) enthalten, die in der Umwelt zu freischwimmenden Larven der Parasiten werden.

Die Mirazidien der Trematoden werden von verschiedenen Land-Lungenschnecken aufgenommen, die als Zwischenwirte dienen und in denen die Entwicklung der Larven weitergef√ľhrt wird. Schlussendlich werden infekti√∂se Stadien (sog. enzystierte Zerkarien) gebildet. Diese infekti√∂sen Stadien werden von den Igeln √ľber das Maul aufgenommen, deren Verdauungstrakt somit infiziert ist. Mit ihren Mundwerkzeugen saugen die Trematoden an der Darmwand und entwickeln sich zu adulten W√ľrmern.

Eines der h√§ufigen Symptome, das auftreten kann, ist vor allem stinkender, d√ľnnbreiiger Durchfall, der oft blutige Beimengungen und schlecht Verdaute Futteranteile enth√§lt. Ein st√§rkerer Befall kann von einer blutigen Darmentz√ľndung (h√§morrhagische Enteritis) bis zu einem Darmverschluss (Ileus) gekennzeichnet sein. Des √Ėfteren zeigen die Igel reduzierten Appetit, allerdings wird auch gesteigerter Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust beschrieben. Unspezifische Symptome, die auftreten k√∂nnen, sind Unruhe, ein schlechter Allgemeinzustand, Dehydratation und eine Blutarmut (An√§mie). Unbehandelt kann der starke Befall einen Kollaps zur Folge haben und sogar t√∂dlich enden.

Die Diagnose erfolgt mittels parasitologischer Kotuntersuchung, √ľber den die kleinen, gelb-braunen Eier der Trematoden ausgeschieden werden. Unter dem Mikroskop kann man erkennen, dass die Eier gedeckelt sind und bereites die oben erw√§hnte Wimpernlarve enthalten. Die Eier lassen sich √ľber das Sedimentations-Verfahren detektieren.

Die Behandlung gegen Brachylaemus erinacei erfolgt mit dem Wirkstoff Praziquantel, der entweder oral (√ľber das Maul), oder subkutan (per Injektion unter die Haut) verabreicht wird.

Infektionen mit Bandw√ľrmern (Zestoden) bei Igeln:

Auch Bandw√ľrmer, insbesondere Hymenolepis erinacei (Synonym: Vampirolepis erinacei), sind gelegentlich nachgewiesene Darm-Parasiten von Igeln. Die erwachsenen Bandw√ľrmer werden 10-16cm lang und leben im D√ľnndarm der Igel.

Die erwachsenen Bandw√ľrmer bestehen aus Segmenten (Proglottiden), die breiter als lang sind und zahlreiche Eier enthalten. Die Proglottiden inklusive Eier werden √ľber den Kot der Igel ausgeschieden. Die infekti√∂sen Eier werden entweder direkt von koprophagen (kotfressenden) Insekten aufgenommen oder nach der Verwesung von Insekten, die sich saprophytisch ern√§hren. Dabei dienen die Insekten als Zwischenwirte f√ľr die weitere Entwicklung der Bandw√ľrmer von der sogenannten Onkosph√§re (Larve 1) zum Zystizerkoid (Larve 2). Sobald die Igel die Insekten verzehren, infizieren sie sich indirekt mit den Bandwurm-Stadien. Im Darm der Igel entwickeln sich daraufhin wieder erwachsene Bandw√ľrmer. Meistens liegt sogar eine Mischinfektion mit anderen W√ľrmern vor. Die Bandw√ľrmer konkurrieren mit den Igeln um die Nahrungsbestandteile im D√ľnndarm.

Wenn Symptome auftreten, stellen sie sich allerdings im Falle einer Bandwurm-Infektion sehr unspezifisch dar: Durchfall tritt nur gelegentlich auf. Vor allem Jungtiere zeigen zumeist trotzdem einen gesunden Appetit, können bei starkem Befall dennoch trotzdem plötzlich verenden.

Nach einer Diagnose mittels Kotuntersuchung, bei der man die Proglottiden, sowie die Eier mittels Flotationsverfahren nachweisen kann, ist eine Behandlung immer anzuraten. Die Therapie erfolgt ebenfalls mit dem Wirkstoff Praziquantel, der jeweils zwei Mal im Abstand von 48 Stunden √ľber das Maul oder unter die Haut gegeben werden kann.

Infektion mit Rundw√ľrmern (Nematoden) bei Igeln:

Igel k√∂nnen sich mit verschiedenen Rundw√ľrmern infizieren. Dazu z√§hlen vor allem die Infektionen mit Crenosoma-Arten sowie die mit Capillaria-Arten. Nematoden sind die h√§ufigsten Infektionen bei Igeln, auch bei Igeln, die als Haustier gehalten werden.

Infektionen mit Crenosoma-Arten bei Igeln:

Die Infektion mit Crenosoma striatum stellt die wichtigste parasitäre Erkrankung und die häufigste Todesursache bei Igeln dar! Der Erreger befällt in dem Fall nicht den Magen-Darm-Trakt, sondern die tiefen Atemwege, genauer die Bronchien und Bronchiolen.

C. striatum ist streng wirtsspezifisch f√ľr Igel. In Ihnen legen die erwachsenen wei√ülichen W√ľrmer ihre Eier in den tiefen Atemwegen ab, aus denen vor Ort noch die ersten Larven schl√ľpfen. √úber den Schleim in den Atemwegen werden die Larven √ľber die Luftr√∂hre Richtung Rachen-Raum transportiert, hochgehustet und daraufhin heruntergeschluckt. Nachdem sie √ľber den Magen-Darm-Trakt mit dem Kot ausgeschieden wurden, dringen sie in den Fu√ü von Nackt- und Geh√§useschnecken ein. Die Schnecken stellen den Zwischenwirt im Entwicklungszyklus dar, in denen sich die Larven zwei Mal h√§uten und zur infektionsf√§higen Larve 3 heranwachsen. Durch Verzehr der infizierten Schnecken nehmen Igel die Larve 3 auf, die den Magen-Darm-Trakt √ľber das Blut verlassen und wieder zur Lunge der Igel wandern. Hier entwickeln sie sich schlussendlich wieder zu erwachsenen W√ľrmern.

Da die W√ľrmer die tiefen Atemwege besiedeln sind die vorrangigen Symptome eines Befalls mit C. striatum rasselnde Atemger√§usche, trockener Husten und Atemnot. Die Igel zeigen mitunter Nasenausfluss und eine Bindehautentz√ľndung. Wie stark die Symptome sich auspr√§gen h√§ngt von der Wurmb√ľrde, also von der Anzahl der W√ľrmer in der Lunge ab. Bei starkem Befall kann es zum Erstickungstod kommen, weil kein Gasaustausch zwischen Lunge und Blut mehr stattfinden kann, oder die Atemwege komplett verlegt sind.

Die Diagnose erfolgt mittels bekannter Flotationsmethode oder nach dem sogenannten Baermann-Trichter-Verfahren (Larvenauswanderungs-Verfahren). Hierbei nimmt man ein wenig von der zu untersuchenden Kotprobe in einen Tupfer. Der Tupfer mit der Probe wird in einen Trichter gelegt und zur H√§lfte mit Wasser √ľbergossen. Der Trichter ist am unteren Ende an einen Silikonschlauch angeschlossen ist, der mit einer Klemme verschlossen wird. Der Trichter wird √ľber Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen und wenn Larven enthalten sind, wandern diese in den Silikonschlauch aus, in dem sich das Wasser gesammelt hat. Am n√§chsten Morgen kann man die Klemme am Schlauch vorsichtig √∂ffnen und das Wasser auf einen Objekttr√§ger geben, um die Probe auf Larven zu untersuchen. Die Untersuchung sollte immer mit einer Sammelkotprobe von 2-3 Tagen erfolgen, da die Larven nicht regelm√§√üig √ľber den Kot ausgeschieden werden.

Nach positivem Befund von C. striatum sollten die befallenen Igel umgehend behandelt werden.

Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die zur Verf√ľgung stehen:

  1. Levamisol ist ein Mittel gegen verschiedene W√ľrmer und wird als das Mittel der Wahl angesehen. Es sollte nur die 2.5%-ige L√∂sung angewendet werden. Je nach Allgemeinzustand variiert die empfohlene Dosis.
  2. Ivermectin ist ein kontrovers diskutierter Wirkstoff gegen C. striatum. Seine Wirksamkeit ist durch zahlreiche Kontrolluntersuchungen nachgewiesen.
  3. Fenbendazol oder Febantel konnten ebenfalls gute Erfolge verzeichnen

Infektionen mit Capillaria-Arten bei Igeln:

Des Weiteren können sich Igel mit verschiedenen Capillaria-Arten infizieren, die entweder ebenfalls die Atemwege besiedeln (C. aerophila) oder den Magen-Darm-Trakt (C. erinacei und C. ovireticulata).

Capillaria aerophila sind sogenannte Lungenhaarw√ľrmer, die in den Bronchien parasitieren. Sie sind h√§ufig beim Fuchs zu finden, gelegentlich sogar bei Hund und freilaufenden Katzen. Die Larven besiedeln in dem Fall Regenw√ľrmer, die eine beliebte Nahrungsquelle f√ľr Fuchs und Igel darstellen. Auch hier zeigen die Igel bei einer Infektion r√∂chelnde Atemger√§usche, Atemnot, sowie Nasenausfluss. Die Unterscheidung von Crenosoma striatum ist mittels Untersuchung einer Kotprobe unter dem Mikroskop m√∂glich, da sich die Eier von Capillaria-Arten zitronenf√∂rmig darstellen und ihre Diagnose eindeutig ist.

Capillaria erinacei und Capillaria oviretikulata entwickeln sich √§hnlich, auch hier sind Regenw√ľrmer in den Lebenszyklus eingeschaltet, die von den Igeln verzehrt werden.

Symptome treten hier nur bei einem st√§rkeren Befall auf, w√§hrend ein geringgradiger Befall meist unbemerkt erfolgt. Ein starker Befall f√ľhrt jedoch unter Umst√§nden zu einer Darmentz√ľndung und blutigem Durchfall. Die Igel zeigen des √Ėfteren unruhiges Verhalten und werden tags√ľber bei der Nahrungssuche beobachtet, was untypisch ist. Die Folge sind Austrocknung, Appetitverlust, Mattigkeit und eine Blutarmut (An√§mie) auf Grund des hohen Blutverlustes. Die befallenen Igel verlieren oft schnell an Gewicht und rapide Verlauf endet nicht selten t√∂dlich.

Die Diagnose erfolgt wie bei Capillaria aerophila mittels Flotationsmethode. Vor allem Jungtiere sollten bei positivem Befund umgehend behandelt werden. Gute Erfolge sind f√ľr den Wirkstoff Ivermectin beschrieben.

Wann sollten Igel entwurmt oder auf Parasiten untersucht werden?

Im Allgemeinen haben Igel mit normal funktionierendem Immunsystem keine Probleme mit einer gewissen Anzahl an W√ľrmern. Der Befall wird in der Regel dann zum Problem, wenn insbesondere junge Tiere geschw√§cht sind und die W√ľrmer sich massenhaft vermehren k√∂nnen, bis diverse klinische Symptome auftreten.

Werden geschw√§chte und kranke Igel aufgenommen, ist ein Besuch beim Tierarzt zu raten. Eine parasitologische Untersuchung im Labor oder beim Tierarzt sollte schnellstm√∂glich vorgenommen und je nach Befund eine Therapie gestartet werden. Es kann sogar n√∂tig sein, geschw√§chte Igel auf Verdacht zu entwurmen, bevor ein klarer Befund vorliegt, allerdings ist die Entscheidung f√ľr jeden Einzelfall differenziert zu betrachten. Beispielsweise m√ľssen stark unterk√ľhlte Tiere vorerst stabilisiert und durch W√§rme auf eine normale K√∂rpertemperatur (ca. 36¬įC) gebracht werden, bevor eine Therapie gestartet werden darf. Generell sollte bei der anti-parasitologischen Behandlung streng darauf geachtet werden, keine zu stark geschw√§chten Igel zu behandeln, da die Behandlung die ohnehin geschw√§chten Igel noch mehr belasten kann. Ab welchem Zeitpunkt eine Behandlung durchzuf√ľhrt werden kann, entscheidet in jedem Einzelfall der Tierarzt.

Nach der Stabilisierung des Allgemeinzustandes und erfolgter Behandlung, sollten die Igel innerhalb von einem Monat an Gewicht zunehmen. Sollte das nicht der Fall sein ist eine weitere parasitologische Kotuntersuchung und gegebenenfalls eine weitere Therapie indiziert.

Quellen:

https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/igel#bedrohungen (aufgerufen am 19.01.21)

T. Schnieder, ‚Äěveterin√§rmedizinische Parasitologie‚Äú, 6. Auflage (2006), Parey, Stuttgart, Kapitel 8 ‚ÄěParasitosen des Igels‚Äú H. Prosl, pp. 649-659

V. Dyachenko, Y. Kuhnert, R. Schmaeschke, M. Etzold, N. Pantchev, A. Daugschies ‚ÄěOccurrence and molecular characterization of Cryptosporidium spp. genotypes in European hedgehogs (Erinaceus europaeus L.) in Germany‚Äú (2009) in Cambridge Journals, pp. 1-12

‚ÄěVier Pfoten Igelratgeber‚Äú Oktober 2016, Stiftung f√ľr Tierschutz